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1. Reise 225.1

Mein erster LandgangVor dem Landgang brachte der Schiffsmakler Geld in der Landeswährung. Nach den damaligen Landgang-Regeln unseres Betriebes stand uns im Ausland pro Mann am Tag 1 US $ zu. Für die zwei Tage in St. Pierre bekamen wir dafür pro Mann 460 Francs . Nach der Auszahlung konnten die wachfreien Seeleute an Land gehen.Das erste Ziel war ein Shop für Ansichtskarten und die Post. Für eine Postkarte und zwei Briefmarken war ich die ersten 100 Francs los. Nachdem wir den Ort besichtigt hatten, bestellten wir uns in einer Hafenkneipe Bier. Als die Wirtin lächelnd die Gläser brachte, erklang der Schlager: „Bier her, Bier her oder wir fallen um …“. Sie stammte aus Holland. Mit dem Bier war ich die nächsten 100 Francs los. Abends gingen wir dann in die Bar „La Select“. In Anbetracht unserer Finanzen und DDR-Preise im Kopf beschlossen wir, nur noch Cola zu trinken und nahmen unter der Jacke versteckt eine Transitflasche WBS (Weinblatt Siegel) als Zutrank mit. Als aber die Cola kam, kostete sie ebenfalls 100 Francs. Nach der 2. Cola waren die Mäuse fast alle. Ein etwas deutsch sprechender Kanadier nahm mich nach Befragung woher wir kommen mit an die Bar und gab ein Bier aus. Es war mir recht peinlich, denn revanchieren konnte ich mich ja nicht mehr. Da das Gespräch länger dauerte suchten mich die anderen Kollegen schon und kamen ebenfalls an die Bar. Nun bekamen wir noch etliche Lagen Bier. Punkt 00:00 Uhr stand der Kneiper mitten auf der Tanzfläche, pfiff dreimal mit einer Trillerpfeife und die Veranstaltung war beendet. Der freundliche Kanadier fuhr uns dann mit seinem PKW zum Schiff und wir haben uns dort mit einer Kiste Rostocker Hafenbräu bis morgens bei ihm bedankt.

Wer jetzt mitgerechnet hat fragt sicher nach meinen restlichen Francs?

der Tag danach ...

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